Die Firmengeschichte
1925

Die wirtschaftliche Situation in den 20er Jahren ist in der Region mehr als schwierig. Doch Eustachius Neuß – staatlich geprüfter Werkführer der königlichen Post a. D. – wagt zusammen mit seiner Frau Theresia einen großen Schritt. Die Eggenfeldener Straße 20 in Pfarrkirchen wird zum Betriebssitz: Er gründet dort am 09. April 1925 in einem ehemaligen Stall eine Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt und Vulkanisieranstalt. Fünf Mitarbeiter betreuen die werte Kundschaft. Sein Sohn Georg beginnt 12jährig am 01. Mai 1926 seine Ausbildung im väterlichen Betrieb.
1927
Der Betrieb wird um eine Tankstelle erweitert. Zuerst wurden Treibstoffe der Naphta-Benzinwerke verkauft, später wurden diese von BP aufgekauft. Erste Motorräder der Marke Bayerland werden verkauft.

1929
Die ersten Jahre der Selbständigkeit waren entbehrungsreich und voller Arbeit. Arbeitsbeginn war um 04.00 Uhr morgens und gearbeitet wurde oft bis spät in die Nacht hinein. Tägliche Arbeitszeiten von 16 oder manchmal auch 18 Stunden waren in den Anfangsjahren die Regel !Im Frühjahr 1929 erfolgte dann ein wichtiger Schritt, der auch die spätere Zukunft der Firma Neuss wesentlich beeinflussen sollte: Am 19. März wird der erste Händlervertrag mit der AUTO-UNION geschlossen und bereits am darauffolgenden Tag wurde das erste DKW-Motorrad verkauft! Den ersten DKW-Wagen erhielt 1931 die Fischbrauerei Massig.

1930 – 1945
Die 30er Jahre bedeuten für das noch junge Unternehmen einen ersten Aufschwung. In den Jahren 1934 – 1939 können insgesamt über 130 Fahrzeuge verkauft werden, wobei sich Motorräder und Kraftfahrzeuge bei den Verkaufszahlen etwa die Waage halten. DKW ist im Markt gut aufgestellt und bietet mit einer ausgewogenen Produktpalette für jeden etwas.1936 wird Sohn Georg zum Militärdienst eingezogen. Bei einer dreiwöchigen Übung gerät er bereits 1939 in Gefangenschaft und kehrt erst 1948 aus Russland zurück.Mit Ausbruch des zweiten Weltkrieges geht es dann auch wirtschaftlich bergab: Die Verkäufe brechen ein und die gesamte Automobilbranche kommt beinahe zum Erliegen. Die Wirren des Krieges und der ersten Nachkriegsjahre kosten Eustachius Neuß und seiner Familie sehr viel Substanz.

1945
Die Familie wird sehr kurzfristig aus dem Wohnhaus ausquartiert und amerikanische Truppen nehmen die Werkstatt in Beschlag. Für Theresia Neuß, welche bereits gesundheitlich stark angegriffen ist, sind die Aufregungen zuviel und sie verstirbt am 7. Juni 1945. Eustachius steht nun allein da, vom Sohn hat er kein Lebenszeichen. Er bittet die Tochter einer bekannten Familie den Haushalt zu führen. Maria Weileder tritt 18-jährig im Juli 1945 den Dienst im Hause Neuß an. Im Nachhinein sollte sich dies als Fügung des Schicksals erwiesen, denn als Sohn Georg im März 1948 nach Hause zurückkehrt, gewinnt er Maria lieb und verlobt sich Weihnachten 1948. Am 4. Juni 1949 nimmt Georg Neuß Maria Weileder zu seiner angetrauten Frau.Mit der gleichzeitigen einsetzenden Währungsreform beginnt sich auch das geschäftliche und wirtschaftliche Leben wieder zu regen. Es geht langsam aber stetig und sicher wieder aufwärts!

1953
Ein weiterer großer Schritt erfolgt 1953: Das alte und baufällige Haus wird bis auf die Grundmauern eingerissen. In nur zwei Monaten entsteht ein komplett neues Gebäude mit großzügiger Werkstatt.
Die Geschäfts- und Wohnräume werden gleichfalls erweitert. Die Baukosten von DM 95.000,– waren damals sehr, sehr viel Geld.
1953 – 1959
In dieser Zeit entwickelt sich die Firma ständig weiter, der Anteil an verkauften Automobilen wird ständig größer. 1956 entschließt man sich die Marke BMW hinzu zu nehmen. Isettas und Motorräder sind bei den Pfarrkirchner Kunden sehr beliebt.
1960
Firmengründer Eustachius Neuß verstirbt 75-jährig, er arbeitete bis zuletzt im Betrieb. Georg Neuß wird nun alleiniger Inhaber der Firma. Die Konkurrenz schläft nicht und es wird schwierig, Absatz zu finden. Trotzdem entschließt man sich zum richtigen Schritt: Der Vertrag mit BMW wird aufgekündigt. Die Firma „Eustachius Neuß und Sohn“ wird wieder ausschließlich Händler der AUTO-UNION.

1965
Die Firma feiert das 40 Jährige Firmenjubiläum
1966
Ein schweres Jahr:
Der Marktanteil von AUTO-UNION sinkt beständig, die Produkte sind nicht mehr so stark gefragt. Einige Händlerkollegen wie Kimbeck, Bachhuber, Gallersdörfer oder Schick geben AUTO-UNION auf und wechseln zu anderen Herstellern (BMW, Goggo, Renault, Fiat).Georg Neuß und seine Frau halten allerdings zu ihrem langjährigen Partner und dürfen mit Genehmigung von AUTO-UNION nun auch SIMCA verkaufen.
1967
AUTO-UNION gibt das komplette DKW-Programm auf. Das Vertrauen der Kunden in die Marke ist schwer erschüttert. Der neue AUDI findet nur sehr schwer Anklang, obwohl er ein Mercedes-Fabrikat ist.Als aber dann Auto Leebmann aus Passau auch noch AUTO-UNION aufgibt, ist man auf weiter Flur allein und kann die Alleinstellung im regionalen Markt gut nutzen.

1968
Sohn Georg tritt die Lehre an. Die dritte Generation widmet sich nun dem Autohandel und dem Dienst am Auto. Die Marke AUDI erfreut sich aufgrund ihrer Zuverlässigkeit immer größerer Beliebtheit und mit Vorstellung des AUDI 100 in Ingolstadt bekommt man ein hervorragendes Zugpferd, welches die Verkäufe wieder steigen lässt.
1971
Viel zu früh, mit nur 58 Jahren verstirbt Georg Neuß sen. Seine Frau Maria führt den Betrieb gemeinsam mit dem Sohn Georg weiter.
1975
Es kommt zur Übernahme von AUDI durch die Volkswagen AG. Damit wird die Firma Neuß nun auch Vertragswerkstätte und Händler für die Fahrzeuge von VW. Der im Vorjahr neu auf den Markt gebrachte VW Golf und der Passat erfreuen sich sehr großer Beliebtheit und die nun im Verkaufsprogramm der Firma befindlichen leichten Nutzfahrzeuge eröffnen neue Absatzbereiche bei Handwerkern und Behörden.
1977
Ein neuer, großzügig geplanter Betrieb in der Industriestraße entsteht. Der Werkstatt ist auch ein großer Schauraum angeschlossen und es gibt genügend Platz für eine Gebrauchtwagen-Ausstellung.
Lediglich die Lackiererei verbleibt in der Eggenfeldener Straße.
1995
Auto Neuss übernimmt den Betrieb des Händlerkollegen Benninger in Simbach am Inn. Robert Neuß beginnt dort im September 1997 seine Lehre zum KfZ-Mechaniker. Ein Jahr später, 1998 beginnt seine Schwester Karin Neuß eine Lehre zur Automobilkauffrau in einem befreundeten Betrieb in Regensburg. Damit steigt die vierte Generation der Familie Neuß in die Automobilbranche ein.
1999
Im Betrieb in der Industriestraße herrscht mehr als nur Platznot und ein wirtschaftliches Arbeiten (die Lackiererei ist immer noch am ursprünglichen Betriebssitz) ist auf Dauer mit zwei Standorten auch schwierig. Man entschließt sich zu einem Neubau an der Südeinfahrt in Pfarrkirchen. Auf 16.000 m² Betriebsfläche entsteht das AUTOCENTER NEUSS. Moderne und helle Ausstellungshallen für Volkswagen und AUDI, eine großzügige Werkstatt, eine der modernsten Lackierereien im weiten Umkreis sowie ein großer Gebrauchtwagenmarkt bieten die Grundlage für eine positive Weiterentwicklung.
2005
Auf mittlerweile stolze 80 Jahre kann die Firma Neuss zurückblicken. Aus dem kleinen Reparaturbetrieb der 1920er Jahre hat sich ein breit aufgestelltes und kerngesundes, mittelständisches Autohaus entwickelt.
Karin Neuß, Tochter von Georg und Margit Neuß, die als Serviceleiterin mittlerweile eine Führungsposition im Betrieb innehat, bekommt ihre Tochter Isabell und die Familie Neuß geht in die 5. Generation. Robert Neuß ist mittlerweile im Verkauf im Betrieb Pfarrkirchen tätig.
2007
Mit der Eröffnung der neuen Filiale in Eggenfelden als Servicebetrieb für die Marken AUDI, Volkswagen, VW Nutzfahrzeuge und Skoda ist das Autocenter Neuss nun in allen drei Städten des Landkreises vertreten um immer möglichst gut für seine Kunden erreichbar zu sein. Geschäftsführer in Eggenfelden wird Axel Neuß, der Ehegatte von Karin Neuß. Im Juli kommt Annika Neuß, die zweite Tochter von Karin und Axel Neuß, zur Welt.

2008
Robert Neuß, Sohn von Georg und Margit Neuß, macht die Ausbildung zum Verkaufsleiter und besteht die Prüfung mit Auszeichnung als einer der jüngsten Absolventen des AUDI-Konzerns.
Die Fakten sprechen für sich:
- Größtes Autohaus im Rottal
- Drei Standorte in Pfarrkirchen, Simbach und Eggenfelden
- Reiner Familienbetrieb: Georg, Margit und Karin Neuß als Geschäftsführer Gesamtbetrieb.
Axel Neuß führt die Geschäfte in Eggenfelden und Robert Neuß steuert den Bereich Verkauf als Verkaufsleiter. - Über 120 Mitarbeiter
- Lehrlingsanteil über 25%
- Umsatz ca. 21 Mio. Euro
- zertifiziert nach DIN ISO 9001






